Bundesprogramm "Demokratie leben!" im Landkreis Kusel zieht positive Bilanz für 2018

13.02.2019 CJD Rheinland-Pfalz-Mitte « zur Übersicht

Das Engagement für Demokratie und Toleranz ist wichtiger denn je. In Deutschland, Europa und auch im Landkreis Kusel.

Seit 2015 ist das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unter Trägerschaft der Kreisverwaltung und unter dem Titel „Partnerschaft für Demokratie Kusel“ im Kreis aktiv – gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit.

„20 Projekte konnten 2018 realisiert werden und haben eine Förderung von insgesamt 48.000 Euro erhalten“, erläutert Werner Barthel von der Kreisjugendpflege Kusel. Er begleitet das Bundesprogramm federführend, kümmert sich unter anderem um die finanzielle Abwicklung und hält Kontakt mit der zuständigen Bundesbehörde. Ergänzt wird er von Simone Schnipp vom CJD Rheinland-Pfalz/Mitte in Wolfstein, die die Fach- und Koordinierungsstelle für das Bundesprogramm übernimmt. Für beide ist die Prävention der Kern ihrer Arbeit. „Wir wollen Kinder und Jugendliche stark und fit machen, falsche Meinungen und Wege zu erkennen und sich dagegen zu behaupten“, erläutert Schnipp.

Unter den 2018 finanzierten Projekten finden sich neben fünf Seminaren zur politischen Bildung in Natzweiler-Struthof/Elsass, Berlin und Verdun auch ein Theaterworkshop der Initiative Tol(l)eranz find´ich gut in Lauterecken, ein Selbstbehauptungswochenende für Mädchen und das Kindermusical Kunterbunt, das mit seiner Premiere am 20. Januar diesen Jahres einen großen Erfolg feierte.

„Welche Projekte den Zuschlag erhalten, darüber entscheidet unser Begleitausschuss“, erklärt Barthel. Dieser trifft sich viermal im Jahr und besteht aus 25 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung und Schulen, aus Bürgern, Vereinen und Verbänden der außerschulischen Jugendarbeit. „Hinzukommen zwei Jugendliche, die beim Jugendfonds Kusel mitmachen,“ ergänzt Schnipp und erklärt weiter, dass der Jugendfonds ein Zusammenschluss von Jugendlichen aus dem ganzen Landkreis sei, der eigene Projekte und Vorhaben plant und durchzuführt.

Für seine Arbeit in 2018 erhielt der Fonds 5.000 Euro aus dem Bundesprogramm und nochmal 2.000 Euro vom Landkreis. Über die Verwendung des Geldes konnten und können die Jugendlichen, die vom Kreisjugendring Kusel fachlich unterstützt werden, eigenständig entscheiden. Derzeit engagieren sich gut 15 Jugendliche im Jugendfonds.

Auch wenn Barthel und Schnipp positiv und zufrieden auf das Jahr 2018 zurückblicken, für die beiden Pädagogen ist das kein Grund sich zurückzulehnen.„Unsere aktuelle Laufzeit endet 2019 und natürlich wollen wir, dass es weiter geht.“ Jugendministerin Giffey hat ihr grundsätzliches Go für die Weiterführung des Bundesprogramms bereits gegeben. Jetzt muss der Landkreis einen neuen Antrag stellen, so dass es ab 2020 weitergehen kann.

Weitere Infos zur Partnerschaft für Demokratie und dem Bundesprogramm im Landkreis Kusel unter www.toleranter-kreis-kusel.de.