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Inhouse-Fortbildung zu Traumapädagogik geht in die zweite Runde

01.10.2018 CJD Rheinland-Pfalz-Mitte « zur Übersicht

Weitere 25 Fachkräfte werden im CJD geschult

Im vergangenen Jahr haben 16 Mitarbeitende des CJD Rheinland-Pfalz/Mitte eine insgesamt 18-tägige Weiterbildung zum Thema Traumpädagogik abgeschlossen. Im Juni dieses Jahres startete der zweite Durchgang der Inhouse-Fortbildung im CJD Rheinland-Pfalz/Mitte. Weitere 25 Mitarbeitende, darunter drei Leitungskräfte, werden in insgesamt sechs Modulen in traumapädagogischen Standards geschult. Die bereits in den vorangegangenen Jahren angestoßene Initiierung notwendiger pädagogischer und struktureller Veränderungsprozesse in der stationären Kinder- und Jugendhilfe im CJD wird damit fortgesetzt.

Das Fundament dieser traumapädagogischen Schwerpunktsetzung der Einrichtung stützt sich auf eine wertschätzende und verstehende Haltung, die auf der Annahme des guten Grundes basiert und sich zudem aus Wertschätzung, Partizipation, Transparenz und letztlich Spaß und Freude im Miteinander bildet. Zentrales Ziel ist dabei die soziale und emotionale Stabilisierung von Kindern und Jugendlichen. „Die Traumapädagogik ist eine wertegeleitete Pädagogik, die den spezifischen Bedarfen belasteter Kinder und Jugendlicher in der stationären Jugendhilfe gerecht wird“, erklärt Fachbereichsleiterin Jessica Hausknecht. „Die alternativen Bindungserfahrungen und das Gefühl, sicher aufwachsen zu dürfen, schaffen Selbstwirksamkeit und Raum für positive Lernerfahrungen“, erläutert Hausknecht.

Die Traumapädagogik ist aber nicht nur eine pädagogische Disziplin, sondern auch ein Organisationsentwicklungskonzept, das Versorgungsstrukturen und Voraussetzungen für Mitarbeitende und Leitungskräfte schafft. Das betont auch der Fachverband. Besonders ist daher in diesem Jahr, dass die Mitarbeitenden über die Module hinaus in Schlüsselprozessgruppen auch grundlegende Prozesse der Jugendhilfe beleuchten und unter traumapädagogischen Gesichtspunkten überarbeiten. Dies tun sie auf einer Mehrperspektivenebene und in Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten. „Wir haben uns auf einen ethischen Weg gemacht und blicken gespannt auf die Zukunft“, so Jessica Hausknecht abschließend.