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Suchtprävention in der Niedermühle näht Alltagsmasken

15.05.2020 CJD Rheinland-Pfalz-Mitte « zur Übersicht

In der Niedermühle in Odernheim am Glan, einer Einrichtung zur sozialen und beruflichen Eingliederung Jugendlicher mit Suchtproblematik, wurde noch vor Ostern angefangen, Alltagsmasken zu nähen. An drei Nachmittagen hat Lehrerin Jana Schmidt mit drei Jugendlichen der Niedermühle Stoffmasken genäht.

Die Arbeiten wurden aufgeteilt und die jungen HelferInnen haben dabei viel Ausdauer bewiesen. Eine Teilnehmerin stand unermüdlich am Bügelbrett die beiden anderen haben gelernt, Nähte am Stück, ohne die Stoffteile zu trennen, zu nähen. „Ich habe zugeschnitten und Gummis gesteckt, nachdem die Mädels bunte, lustige Stoffe ausgesucht hatten“, erzählt Jana Schmidt. Beim Nähen gab es viele gute Gespräche und es wurde viel gelacht. Insgesamt ca. 70 Alltagsmasken wurden an die pädagogische Tagesmaßnahme und die Mitarbeitenden in den Wohngruppen der Niedermühle sowie Leitung und KollegInnen verteilt.

In der Niedermühle leben derzeit 25 Jugendliche in zwei Wohngruppen. Sie werden in einem suchtmittelfreien Lebensumfeld individuell bei der Gestaltung des Alltags und der Stabilisierung unterstützt. Gemeinsam mit den Jugendlichen werden Perspektiven ausgelotet bspw. durch den Erwerb der nachträglichen Berufsreife und Unterstützung bei der Berufsfindung und -ausbildung. Unterschiedliche Kreativangebote fließen in den Tagesablauf ein. So wird der Schulunterricht mit einer therapeutischen Zeichenmethode namens „Zentangle“ begonnen. Das Zentangeln bewirkt, dass die SchülerInnen zur Ruhe kommen und sich besser konzentrieren können. Dabei entstehen ganz nebenbei auch kleine Kunstwerke. In den Werkstätten der Einrichtung werden bspw. Tonarbeiten und Kunstschmieden angeboten. Immer wieder gibt es neue Projekte – aktuell das Basteln von Grußkarten und das Bemalen von Steinen, die am Wegesrand ausgelegt und dann von Wanderern mitgenommen werden können.